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DSTIG begr√ľ√üt Kritik zum geplanten Prostituiertenschutzgesetz seitens der Landesregierung

Die nordrhein-westf√§lische Emanzipations- und Gesundheits¬≠ministerin Barbara Steffens (B√ľndnis 90 ‚Äď Die Gr√ľnen) hat das von der Bundes¬≠regierung ge¬≠plante Prostituiertenschutzgesetz in mehreren Punkte heftig kritisiert. Die DSTIG schlie√üt sich dieser kritischen Haltung der Landesregierung an. Sie bef√ľrchtet, dass das Gesetz Menschen in der Prostitution in den Unter¬≠grund und die Illegalit√§t treibt.

Die im Gesetz vorgesehenen restriktiven Ma√ünahmen sind nach Ansicht der Ministerin Steffens nicht geeignet, Menschen in der Prostitution zu sch√ľtzen. In einer Pressekonferenz im D√ľssel¬≠dorfer Landtag betonte sie, dass nur freiwillig angenommene Beratung der Gesundheit und dem Schutz dient. Die Pflicht zur Registrierung hingegen verst√§rke die Stigmatisierung der Betroffenen und die geplante Kondompflicht sei realit√§tsfern. Insgesamt 15 √Ąnderungsantr√§ge hat die Landesregierung daher im Gesetzgebungs¬≠verfahren eingebracht. Neben dem Vorwurf, ausufernd zu moralisieren, und Prostitution h√∂chst fragw√ľrdig zu definieren, verbindet die Ministerin mit dem Gesetz auch das Entstehen einer teuren Prostitutions¬≠b√ľrokratie. Dadurch w√ľrden die Kassen der Kommunen und der L√§nder dauerhaft in mindestens zweistelliger Millionenh√∂he belastet. Zustimmung erhielt das geplante Bundesgesetz aus Nordrhein-Westfalen (NRW) lediglich im Bereich der Konzes¬≠sionierungspflicht, die das Betreiben von Prostitutionsst√§tten regulieren soll. Da hier aber auch die Sorge besteht, Gro√übordelle gegen√ľber sich selbst organisie¬≠renden Sexarbeiter¬≠innen zu beg√ľnstigen, hat NRW auch dazu einen Pr√ľfantrag gestellt (Stand: 19. April 2016).


Die DSTIG hat sich bereits im Vorfeld zum Gesetzesentwurf kritisch geäußert und diesen abgelehnt.
Weitere Stellungnahmen der DSTIG zum Thema Sexarbeit/Prostitution/Gesetzentwurf finden Sie hier:
http://dstig.de/sexuelle-gesundheit/sexarbeit.html

Abschussbericht Runder Tisch Prostitution:
www.mgepa.nrw.de/mediapool/pdf/emanzipation/frauen/RTP_Abschlussbericht.pdf

Gesetzentwurf der Bundesregierung (ProstSchG):
http://dipbt.bundestag.de/dip21/brd/2016/0156-16.pdf

Kabinett beschlie√üt Strategie zur Eind√§mmung von HIV, Hepatitis B und C sowie anderer sexuell √ľbertragbarer Infektionen

Die DSTIG begr√ľ√üt den Kabinettsbeschluss, der am 6. April ver√∂ffentlicht wurde:

(online zu lesen unter: http://www.bmg.bund.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-2016-2-quartal/kabinett-beschliesst-bis-2030.html)

Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf einer Strategie zur Eind√§mmung von HIV, Hepatitis B und C sowie anderer sexuell √ľbertragbarer Infektionen ("BIS 2030 - Bedarfsorientiert, Integriert, Sektor√ľbergreifend") beschlossen. Die vom Bundesministerium f√ľr Gesundheit und dem Bundesministerium f√ľr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gemeinsam vorgelegte Strategie wird nun Bundestag und Bundesrat zugeleitet.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gr√∂he: "Dank unserer erfolgreichen Pr√§ventionsarbeit und hochwertigen Behandlung geh√∂rt Deutschland zu den L√§ndern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa. Die aktuellen Zahlen zeigen aber auch, dass die Anstrengungen nicht nachlassen d√ľrfen. Dabei ist es wichtig, alle sexuell und durch Blut √ľbertragbaren Krankheiten in den Blick zu nehmen. Dadurch k√∂nnen Gemeinsamkeiten in der Pr√§vention, Testung, Diagnostik genutzt und die Versorgung der Patientinnen und Patienten insgesamt verbessert werden. Zusammen mit den Bundesl√§ndern, Verb√§nden und Selbsthilfeorganisationen k√∂nnen wir so HIV, Hepatitis B und C  und anderen sexuell √ľbertragbaren Krankheiten noch wirksamer bek√§mpfen."

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd M√ľller: "Bei der Bek√§mpfung von HIV und AIDS wurden bereits beachtliche Erfolge f√ľr Millionen Menschen weltweit erreicht. Dennoch d√ľrfen wir mit den Anstrengungen nicht nachlassen, besonders in Subsahara-Afrika‚Äú. So sei zwar die Zahl der Neuinfektionen unter Kindern von 520.000 im Jahr 2000 bis zum Jahr 2014 um mehr als die H√§lfte auf 220.000 zur√ľckgegangen, aber ‚ÄěEs muss unser Ziel sein, die Neuinfektionen mit HIV drastisch zu reduzieren. Wir setzen daher auf Pr√§vention und verbesserte medizinische Versorgung."

Mit der HIV/AIDS-Bek√§mpfungsstrategie von 2005 hat die Bundesregierung erstmals Handlungsfelder zur Eind√§mmung von HIV und AIDS auf nationaler und internationaler Ebene beschrieben. Trotz wichtiger Erfolge in der Eind√§mmung der Epidemie ist eine Fortsetzung des Engagements notwendig. Da HIV, Hepatitis B und C sowie andere sexuell √ľbertragbare Infektionen vergleichbare √úbertragungswege und -risiken haben, werden die verschiedenen Krankheitserreger k√ľnftig in einer gemeinsamen, integrierten Strategie in den Blick genommen. So k√∂nnen Gemeinsamkeiten in der Pr√§vention, Diagnostik und Testung der Krankheiten und bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten besser genutzt werden.

Die Bereiche "Fr√ľherkennung und Pr√§vention" werden mit der neuen Strategie weiter ausgebaut. Denn durch das fr√ľhzeitige Erkennen von Infektionen k√∂nnen Menschen schneller geheilt, Sp√§tfolgen vermieden und die √úbertragung von Infektionen verhindert werden. 

Die Zahlen der gesch√§tzten Neuinfektionen mit HIV haben sich seit 2006 stabilisiert. 2014  wurden 3.200 neue F√§lle registriert. Ende 2014 lebten in Deutschland etwa 84.000 Menschen mit HIV. Dagegen ist etwa bei Syphilis seit 2010 ein starker Anstieg zu verzeichnen. 2014 wurden 5.722 F√§lle gemeldet, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Dieser Anstieg ist nur bei M√§nnern zu beobachten. Bei Frauen sind die absoluten Zahlen wesentlich niedriger und waren 2014 r√ľckl√§ufig.

Die Pr√§ventions- und Versorgungsangebote sind passgenau auf verschiedene Altersgruppen und Lebensbereiche ausgerichtet. Im Mittelpunkt steht dabei, Wissen √ľber die Krankheiten, ihre √úbertragungswege und die Schutzma√ünahmen zu vermitteln. Als Grundlage f√ľr die Planung und Durchf√ľhrung von Ma√ünahmen werden aktuelle Daten erhoben.

Eine Vernetzung der staatlichen Institutionen, dem Gesundheitsbereich, freien Tr√§gern, Selbsthilfeorganisationen und anderen Akteuren soll gew√§hrleisten, dass betroffene Menschen mit abgestimmten Ma√ünahmen besser erreicht und Ressourcen geb√ľndelt werden.

Auf internationaler Ebene wird die deutsche Entwicklungspolitik dar√ľber hinaus ihre Anstrengungen fortf√ľhren, um allen Betroffenen Zugang zu Behandlung und sozialer Absicherung zu erm√∂glichen. Dabei sollen konkrete Ma√ünahmen zur Bek√§mpfung von HIV eng verzahnt werden mit der nachhaltigen St√§rkung von Gesundheitssystemen sowie der St√§rkung von Frauenrechten. Auch die besonders schwierige Lage von Menschen auf der Flucht wird ber√ľcksichtigt, etwa durch die Integration von Pr√§ventions- und Schutzma√ünahmen in lokale HIV-Programme der Aufnahme- und Transitl√§nder.

Neben bilateralen Programmen der Entwicklungszusammenarbeit wird die Bundesregierung daher international auch weiterhin den Globalen Fonds zur Bek√§mpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria unterst√ľtzen.

Ma√üstab ist und bleibt das Ziel der Agenda 2030 f√ľr nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die AIDS-Epidemie bis zum Jahr 2030 zu beenden und Hepatitis und andere √ľbertragbare Infektionen zu bek√§mpfen.

Walk in Ruhr (WIR) eröffnet in Bochum - Umzug der DSTIG

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Walk in Ruhr (WIR) - Zentrum f√ľr Sexuelle Gesundheit und Medizin

er√∂ffnete im Februar 2016 in Bochum und gibt der DSTIG im ehemaligen Schwesternwohnheim des St. Elisabeth-Hospitals eine neue Heimat. WIR b√ľndelt die wichtigsten Versorgungsangebote im STI-Bereich an einem Ort - von der Beratung √ľber Testungen bis hin zu Therapie-, Impf- und Behandlungsangeboten. WIR f√ľhrt verschiedene medizinische Disziplinen und niedergelassene √Ąrzte_innen zusammen. Dies vereinfacht die Behandlungsoptionen bei STI.

Partner im WIR sind:

  • Immunologischen Ambulanz - Zentrum f√ľr sexuelle Gesundheit und Medizin der Klinik f√ľr Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universit√§t Bochum
  • Aidshilfe Bochum e.V.,
  • Gesundheitsamt Bochum
  • Rosa Strippe e.V.
  • pro familia e.V.
  • Madonna e.V. 


Die neue Adresse lautet: Walk In Ruhr - WIR - Zentrum f√ľr Sexuelle Gesundheit und Medizin

Große Beckstraße 12, 44787 Bochum.

 

Eine Slide-Show zum Umbau des ehemaligen Schwesternwohnheimes des St. Elisabeth-Hospitals k√∂nnen Sie HIER abrufen. 

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.wir-ruhr.de oder √ľber This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .
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Verabschiedung in den Ruhestand

Elisabeth Köhler verlässt das Frankfurter Gesundheitsamt nach 20 Dienstjahren

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DSTIG-Vorstandsmitglied, Elisabeth K√∂hler, √Ąrztin f√ľr Gyn√§kologie und Geburtshilfe, Dipl.-Biol., verl√§sst Ende M√§rz 2016 ihre Dienststelle in der Untersuchungs- und Beratungsstelle f√ľr sexuell √ľbertragbare Infektionen des Frankfurter Gesundheitsamts. √úber 20 Jahre lang hat sie sich nicht nur f√ľr Ratsuchende stark gemacht, sondern ihre medizinische Expertise weit √ľber ihren Berufsalltag eingesetzt. In der DSTIG ist sie seit vielen Jahren aktives Mitglied der Sektion ‚ÄěSexuelle Gesundheit‚Äú deren Arbeitsgruppe zur "STI Beratung, Diagnostik und Therapie" sie gemeinsam mit Thomas Meyer leitet. Seit 2014 ist sie DSTIG-Vorstandsmitglied.

 

Wir gratulieren Elisabeth K√∂hler f√ľr all ihre kleinen und gro√üen Erfolge, die sie in ihrer beruflichen Laufbahn verzeichnen kann und w√ľnschen ihr auch weiterhin die gleiche Energie und St√§rke, die sie umtreibt.

Und wenn es nun ganz ohne Amtsalltag etwas ruhiger wird um Elisabeth K√∂hler, so ist es vielleicht die DSTIG, die umso mehr von ihrem Engagement profitieren wird, denn: ‚ÄěMeinen Kopf geb ich nicht ab‚Äú versichert sie uns ;-)

Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Moderne HIV-Prävention - Video-Spot klärt auf zu PrEP

Kondome bleiben erste Wahl zum Schutz vor HIV. Denn sie sch√ľtzen Frauen und M√§nner zuverl√§ssig vor HI-Viren und reduzieren das Risiko, sich mit anderen sexuell √ľbertragbaren Infektionen
anzustecken. Aber wenn Kondome nicht in Frage kommen, gibt es weitere M√∂glichkeiten f√ľr Safer Sex: Zum Beispiel mit Medikamenten aus der HIV-Therapie. Darauf weist die Gemeinn√ľtzige Stiftung Sexualit√§t
und Gesundheit (GSSG). Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung vom 01.Dezembr 2015 HIER.