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Ministerin Steffens legt Abschlussbericht „Runder Tisch Prostitution NRW“ vor – Deutsche STI-Gesellschaft begrüßt die Ergebnisse

10. Oktober 2014

Als einmaliges Gremium in Deutschland nahm vor vier Jahren der „Runde Tisch Prostitution NRW“ des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) des Landes NRW seine Arbeit auf. Unter der Leitung von MGEPA-Abteilungsleiterin Claudia Zimmermann-Schwartz diskutierten ExpertInnen aus den zuständigen Ministerien, Beratungsstellen, kommunalen Vertretungen sowie zwei Prostituierte in 14 Sitzungen mit über 70 Sachverständigen, darunter Harriet Langanke, Beraterin des Vorstandes der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG). Ergebnis ist ein 100 Seiten starker Bericht mit neuen Daten und Erkenntnissen zur Sexarbeit in NRW, der eine wertvolle Grundlage für das sehr wenig erforschte Gebiet der Sexarbeit bietet.

 

Grundlage fĂĽr Reform des Prostitutionsgesetzes

Der Bericht liefert erstmals Schätzungen zur Prostitution in NRW: Demnach gibt es zwischen 25.000 und 45.000 Prostituierte, von denen etwa zehn Prozent auf dem Straßenstrich und über 50 Prozent in privaten Wohnungen arbeiten. Interessant ist nach Ansicht der DSTIG auch, dass der Runde Tisch keinen Beleg für die These fand, mit dem Prostitutionsgesetz von 2002 sei der Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung gestiegen.

Ministerin Barbara Steffens nahm den Bericht in Düsseldorf entgegen und betonte die Wichtigkeit der zusammengetragenen Ergebnisse: „In bundesweit bisher einzigartiger Weise hat der Runde Tisch zum Thema Prostitution einen Fundus an Wissen zusammengetragen, der nicht zuletzt in der gegenwärtigen Debatte um eine Reform des Prostitutionsgesetzes wichtige Impulse geben kann.“

 

Fachtag der DSTIG zur Forschung zur Sexarbeit

Wie wichtig es ist, genauere Erkenntnisse und Daten zum Thema Prostitution in Deutschland zu erhalten, wurde auch bereits 2013 auf dem DSTIG Fachtag in Köln zur „STI-Forschung & Forschung zur Sexarbeit“ deutlich. „Wir haben nur sehr partielle Daten und Belege und somit keine profunde Übersicht zur Situation der Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen in Deutschland. Ein Grund, weshalb wir auch 2015 – am 13. und 14. November – wieder den Fachtag zur Forschung zur Sexarbeit ausrichten“ bestätigt Norbert Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft.

 

Kontakt: Prof. Dr. N.H. Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG), Klinik fĂĽr Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Ruhr-Universität Bochum, E-Mail: info[at]dstig.de 

Quelle: Abschlussbericht zum Download unter http://www.mgepa.nrw.de/ministerium/presse/pressemitteilungsarchiv/pm2014/pm20141008a/index.php

Einsendeschluss: 12.11.2014

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SIRIUS AUSSCHREIBUNG zur HIV/STI-PRĂ„VENTION

Gesucht werden erfolgreiche Projekte und innovative Ideen für die Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen. An dem vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) ausgeschriebenen Wettbewerb können sich Beratungsstellen, Vereine, Schulen, Universitäten, Institutionen, Verbände und Einrichtungen mit Sitz in Deutschland beteiligen. Besonders erwünscht sind bedarfsgerechte Angebote für die verschiedenen von HIV/STI betroffenen Gruppen. Preisgeld bis zu 20.000 Euro.

 
Einsendeschluss ist der 12. November 2014!
Weitere Informationen zum Wettbewerb, zur Jury und zu den Teilnahmebedingungen finden Sie HIER
Die Teilnahmeunterlagen finden Sie HIER

BZgA zeigt neue Spots zur STI-Prävention in Kinos

"Wenn da was anders ist als sonst..." - Kurz aber eindeutig vermittelt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit den 2 neuen Kinospots zum Thema STI-Prävention, dass es wichtig ist, bei Anzeichen einer STI zum Arzt zu gehen, um sie behandeln zu lassen.

 

HIER können Sie die Spots online sehen!

 

bzga spot2.web

http://www.machsmit.de/kampagne/clips/kinospots/index.php

 

GSP veröffentlicht Statement zur sexuellen Vielfalt

Die Gesellschaft für Sexualpädagogik hat ein "Statement zur sexuellen Vielfalt und sexualpädagogischen Professionalität" veröffentlicht, was von verschiedenen Fachgesellschaften, darunter auch von der DSTIG, unterstützt wird.

Lesen Sie HIER das Statement (PDF-Datei)!

gsp statement

 

Quelle: http://www.gsp-ev.de/

S1 Leitlinie: Syphilis - mikrobiologisch-infektiologische Qualitätsstandards

Die Qualitätsstandards zur Diagnostik der Syphilis (erschienen in der Reihe MIQ Heft 16: Hagedorn, Mauch, LĂĽtticken; Hrsg. DGHM, Verlag Elsevir) sind jetzt als S1 Leitlinie bei der AWMF veröffentlicht!

Sie finden die Empfehlungen HIER als PDF.