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Gemeinsame Pressemitteilung von Jens Spahn (MdB) und der DSTIG

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Bild: Jens Spahn (Mitglied des Bundestages und Mitglied des Ausschusses fĂĽr Gesundheit)

 

„Über den Tellerrand schauen und alle STI in den Blick nehmen“

 

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) können eine HIV-Infektion begünstigen – und umgedreht erhöht HIV das Risiko für weitere STI. Weil viele STI symptomlos verlaufen, sind regelmäßige Untersuchungen nötig um durch eine frühzeitige Diagnose erfolgreich zu therapieren.

 

Der Welt-Aids-Tag steht im Zeichen aller HIV-Positiven, ihren Angehörigen, durch HIV verstorbenen und an Aids erkrankten Menschen, denen am 1. Dezember Gedenken und besondere Aufmerksamkeit gilt. „An diesem Tag sollten wir nicht nur Solidarität zeigen, mit allen von HIV-betroffenen Menschen weltweit, sondern diesen Gedenktag auch zum Anlass nehmen, zu prüfen ob wir unserer gesundheitspolitischen Verantwortung im Bereich der HIV-Prävention gerecht werden“ erinnert Jens Spahn, Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Wichtig sei es dabei auch „über den Tellerrand zu schauen“ und den Fokus nicht allein auf HIV/AIDS zu richten, sondern auch andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) in den Blick zu nehmen.

Dieser Einschätzung schließt sich Professor Norbert Brockmeyer, der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum und Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft an: „Wir beobachten, dass Patienten mit einer STI, wie beispielsweise Gonorrhoe oder Syphilis, ein höheres Risiko haben, sich mit HIV zu infizieren – und umgedreht tragen HIV-Positive ein vielfach höheres Risiko, sich mit einer weiteren STI zu infizieren“ erklärt der Dermatologe und Forscher. Daher sei es wichtig die Bevölkerung über alle sexuell übertragbaren Infektionen aufzuklären und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, so genannte „Screenings“, zu empfehlen. Denn umso früher die Diagnose gestellt wird, desto besser können STI behandelt werden. Dies gilt nicht nur für STI wie Genitalherpes, Chlamydien oder Gonorrhoe, sondern auch für HIV.

 

HIV-Infektionen Rückläufig – Syphilis steigt an

„Es wird noch Jahre, vielleicht auch ein Jahrzehnt dauern, bis wir eine Vakzine gegen HIV oder Medikamente die das HI-Virus eliminieren entwickelt haben“ befürchtet Norbert Brockmeyer, „doch wir haben bereits erreicht, dass durch die antiretrovirale Therapie Aids keine schnell tödliche Krankheit mehr ist, sondern heute in Deutschland – wie andere chronische Krankheiten auch – gut behandelbar geworden ist“. Sorgen mache ihm allerdings, dass andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) zunehmen, wie etwa die ansteigenden Syphilis-Neuinfektionen zeigen. Er schätzt, dass in Deutschland die Anzahl von Syphilis-Neuinfektionen erstmals über 4000 steigt. Verdoppelt hat sich die Zahl der Neuinfektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben und in Großstädten leben. Von anderen STI, wie Chlamydien beispielsweise, sind besonders junge Frauen betroffen. Die Deutsche STI-Gesellschaft geht davon aus, dass sich jährlich ca. 60.000 Menschen in Deutschland mit Chlamydien infizieren, unbehandelt kann diese STI bei Frauen zur Unfruchtbarkeit führen. „Eine umfangreiche STI- und HIV-Prävention gehört für mich daher zusammen und auf unsere gesundheitspolitische Agenda 2013“ so Brockmeyer. Der Welt-Aids-Tag ist ein guter Anlass um auf diesen Zusammenhang hinzuweisen, denn gerade zum Thema „sexuell übertragbare Infektionen“ gibt es immer noch einen hohen Informationsbedarf.

 

Kontakt:

       
 
 
 

Marc Degen, Presse-/Ă–ffentlichkeitsarbeit

BĂĽro Jens Spahn MdB
Platz der Republik 1; 11011 Berlin
Tel.:     030/2 27 - 7 93 00
E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.