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Pressemitteilung von Profamilia zur Ablehnung des Estrela-Berichts durch das EU-Parlament, 12.12.13

„Die Ablehnung des Estrela-Berichts ist eine Ablehnung sexueller Menschenrechte“

EU-Parlament setzt am Tag der Menschenrechte ein erschreckendes Signal

Am 10. Dezember 2013 hat das EuropĂ€ische Parlament dem Bericht ĂŒber sexuelle und reproduktive Gesundheit der Abgeordneten Edite Estrela die Zustimmung verweigert. Mit einer knappen Mehrheit von 334 zu 327 Stimmen setzte sich der Antrag der EuropĂ€ischen Volkspartei durch, das EuropĂ€ische Parlament sei fĂŒr das Thema nicht zustĂ€ndig.

 â€žDer Estrela-Bericht enthĂ€lt die wichtige Forderung, dass Menschen in allen EU-Mitgliedstaaten Zugang zu sexueller Bildung, VerhĂŒtung und einem sicheren Schwangerschaftsabbruch haben sollen. Dass das EU-Parlament ausgerechnet am Tag der Menschenrechte gegen diesen Bericht votiert, ist ein erschreckendes Signal", sagte Prof. Dr. Daphne Hahn, Vorsitzende des pro familia Bundesverbands.

 Im Vorfeld hatten Abtreibungsgegner und konservative KrĂ€fte in einer beispiellosen Kampagne die EU-Abgeordneten bestĂŒrmt, den Estrela-Bericht abzulehnen. Dabei enthĂ€lt er Empfehlungen, wie die sexuelle und reproduktive Gesundheit der Menschen in den Mitgliedstaaten verbessert werden kann, verpflichtet die Staaten jedoch zu nichts. Die Empfehlungen sind im Übrigen auch in zahlreichen internationalen VertrĂ€gen und Konferenzen festgeschrieben, u.a. bei CEDAW, UNO-Bevölkerungskonferenz 1994 und UNO-Frauenkonferenz 1995.

 â€žJeder Mensch hat das Recht auf sexuelle Bildung und auf die bestmögliche Versorgung im Hinblick auf sexuelle Gesundheit. Dieses Recht muss europaweit anerkannt werden und die EU sollte auf seine Umsetzung hinwirken. Mit der Entscheidung gegen den Estrela-Bericht haben die europĂ€ischen Abgeordneten diese Chance verpasst. Wir fordern das EU-Parlament auf, neue Wege zu finden, sexuelle und reproduktive Rechte auf europĂ€ischer Ebene zu verankern. Dass Frauen im 21. Jahrhundert noch ihr Recht auf selbstbestimmte SexualitĂ€t und Fortpflanzung erkĂ€mpfen mĂŒssen, ist eine Farce", erklĂ€rte Hahn.

 

 pro familia ist der fĂŒhrende Verband fĂŒr SexualitĂ€t und Partnerschaft in Deutschland.

Der Bundesverband wird durch das Bundesministerium fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.

 

 Pressekontakt:

Regine Wlassitschau

Referentin fĂŒr Öffentlichkeitsarbeit

 

 

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pro familia Bundesverband

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Tel. 069 -26 95 779 22

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www.profamilia.de