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Experten warnen: Schaden statt Schutz - Geplantes Gesetz gefährdet Gesundheit

 Berlin, 7. Juli 2016 – Anlässlich ihres heute beginnenden Kongresses „Sexuelle Lebenswelten, Wege der Prävention“ kritisiert die Fachgesellschaft zur Förderung sexueller Gesundheit (Deutsche STI-Gesellschaft, DSTIG) den im geplanten Prostituiertenschutzgesetz benutzten Begriff „Beratung“. Sie hält ihn fĂĽr nicht zutreffend.

Beim Kongress treffen sich rund 400 Fachleute aus unterschiedlichen fachlichen und medizinischen Disziplinen.

Wesentliche Grundlagen einer gesundheitsfördernden Beratung, die in einer medizinischen Leitlinie der DSTIG formuliert sind, werden vom geplanten Gesetz nicht erfüllt:

-          Es fehlen die Freiwilligkeit, das Einverständnis, die Voraussetzungslosigkeit sowie die freie Entscheidung zur Beratung.

-          Es fehlen Anonymität und Vertraulichkeit.

-          Die Kapazitäten der bestehenden behördlichen Strukturen reichen in personeller und finanzieller Hinsicht fĂĽr eine Beratung, die die o.g. Grundsätze erfĂĽllt, nicht aus. Fachliche Voraussetzungen und Kompetenzen sind fĂĽr die Beratung obligat: medizinische Kompetenz, psychosoziales Fachwissen und Kenntnisse der Epidemiologie.

Wegen dieser Mängel fürchtet die DSTIG ein Abdrängen der Betroffenen in die Illegalität und damit eine steigende gesundheitliche Gefährdung, insbesondere im Bereich der sexuellen Gesundheit und der STI-Prävention.

 

HIER finden Sie die Pressemitteilung als PDF Datei