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Frauengesundheit und sexuell ĂĽbertragbare Infektionen

Sexuell ĂĽbertragbare Infektionen (STI) wirken sich fĂĽr Frauen in verschiedener Hinsicht aus.

STI beeinflussen

  • ihre eigene Gesundheit;
  • ihre Fruchtbarkeit;
  • den Verlauf einer Schwangerschaft und die Gesundheit des Neugeborenen.

 

Sowohl die Anatomie und Physiologie der weiblichen Genitalorgane als auch die sozialen Bedingungen, unter denen Frauen sexuelle Beziehungen eingehen, haben Einfluss auf ihr Ansteckungsrisiko fĂĽr STI.

Bei sexuellen Kontakten zwischen Frauen ist das biologische Ansteckungsrisiko für STI dagegen sehr gering. Doch bei allen Sexualpraktiken mit Penetration ist das Ansteckungsrisiko STI für den rezeptiven Partner biologisch höher – also bei heterosexuellem Kontakt für die Frau.

 

Besonders vulnerabel ist bei Frauen die Transformationszone des Gebärmuttermundes. Wegen der Verbindung der Eileiter zur freien Bauchhöhle sind aufsteigende bakterielle Infektionen besonders gefährlich. Das Ansteckungsrisiko von Frauen wird von den zyklischen Schwankungen der Hormone beeinflusst, und zwar sowohl während der Geschlechtsreife als auch durch den niedrigen Östrogenspiegel nach den Wechseljahren und während der Stillzeit.

 

Empfängnisverhütende Mittel werden – abgesehen vom Kondom – ausschließlich von Frauen angewendet. Fast alle Methoden haben Auswirkungen auf das Risiko einer Ansteckung sowie den Verlauf von STI.

Vor allem Gonorrhoe und Chlamydien können aszendierende bakterielle Infektionen auslösen und sind damit wichtige Ursachen weiblicher Sterilität. Fast alle STI können zu Störungen der Schwangerschaft führen. Die meisten STI können unter der Geburt auf das Neugeborene übertragen werden, Syphilis und HIV auch während der Schwangerschaft.

 

Nicht nur in traditionellen Gesellschaften unterscheidet sich die Art, wie Frauen ihre Sexualität leben, von der von Männern. In welchem Ausmaß dies biologisch oder vor allem sozial bedingt ist, ist nach wie vor umstritten. Sicher ist, dass Frauen auch in Deutschland immer noch wirtschaftlich und sozial eher von Männern abhängig sind als umgekehrt. Wenn Frauen Beziehungen eingehen, sind die Männer eher älter, haben mehr sexuelle Erfahrung und sind sozial und ökonomisch höher gestellt.

Frauen haben eine geringere Anzahl von Life-Time-Partnern und verbinden Sexualität eher mit romantischen Gefühlen und dem Wunsch nach einer dauerhaften Bindung. All dies beeinflusst ihre Möglichkeiten zu entscheiden, mit wem sie eine sexuelle Beziehung eingehen, wie sie diese gestalten und wie sie sich vor STI schützen.

 

Weblinks