DSTDG-Mitglied werden!

Facebook

Twitter

Wikipedia

Frauengesundheit und sexuell √ľbertragbare Infektionen

Sexuell √ľbertragbare Infektionen (STI) wirken sich f√ľr Frauen in verschiedener Hinsicht aus.

STI beeinflussen

  • ihre eigene Gesundheit;
  • ihre Fruchtbarkeit;
  • den Verlauf einer Schwangerschaft und die Gesundheit des Neugeborenen.

 

Sowohl die Anatomie und Physiologie der weiblichen Genitalorgane als auch die sozialen Bedingungen, unter denen Frauen sexuelle Beziehungen eingehen, haben Einfluss auf ihr Ansteckungsrisiko f√ľr STI.

Bei sexuellen Kontakten zwischen Frauen ist das biologische Ansteckungsrisiko f√ľr STI dagegen sehr gering. Doch bei allen Sexualpraktiken mit Penetration ist das Ansteckungsrisiko STI f√ľr den rezeptiven Partner biologisch h√∂her ‚Äď also bei heterosexuellem Kontakt f√ľr die Frau.

 

Besonders vulnerabel ist bei Frauen die Transformationszone des Geb√§rmuttermundes. Wegen der Verbindung der Eileiter zur freien Bauchh√∂hle sind aufsteigende bakterielle Infektionen besonders gef√§hrlich. Das Ansteckungsrisiko von Frauen wird von den zyklischen Schwankungen der Hormone beeinflusst, und zwar sowohl w√§hrend der Geschlechtsreife als auch durch den niedrigen √Ėstrogenspiegel nach den Wechseljahren und w√§hrend der Stillzeit.

 

Empf√§ngnisverh√ľtende Mittel werden ‚Äď abgesehen vom Kondom ‚Äď ausschlie√ülich von Frauen angewendet. Fast alle Methoden haben Auswirkungen auf das Risiko einer Ansteckung sowie den Verlauf von STI.

Vor allem Gonorrhoe und Chlamydien k√∂nnen aszendierende bakterielle Infektionen ausl√∂sen und sind damit wichtige Ursachen weiblicher Sterilit√§t. Fast alle STI k√∂nnen zu St√∂rungen der Schwangerschaft f√ľhren. Die meisten STI k√∂nnen unter der Geburt auf das Neugeborene √ľbertragen werden, Syphilis und HIV auch w√§hrend der Schwangerschaft.

 

Nicht nur in traditionellen Gesellschaften unterscheidet sich die Art, wie Frauen ihre Sexualität leben, von der von Männern. In welchem Ausmaß dies biologisch oder vor allem sozial bedingt ist, ist nach wie vor umstritten. Sicher ist, dass Frauen auch in Deutschland immer noch wirtschaftlich und sozial eher von Männern abhängig sind als umgekehrt. Wenn Frauen Beziehungen eingehen, sind die Männer eher älter, haben mehr sexuelle Erfahrung und sind sozial und ökonomisch höher gestellt.

Frauen haben eine geringere Anzahl von Life-Time-Partnern und verbinden Sexualit√§t eher mit romantischen Gef√ľhlen und dem Wunsch nach einer dauerhaften Bindung. All dies beeinflusst ihre M√∂glichkeiten zu entscheiden, mit wem sie eine sexuelle Beziehung eingehen, wie sie diese gestalten und wie sie sich vor STI sch√ľtzen.

 

Weblinks